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Die 10-teilige Serie "Emerald City", der man viel vorwerfen kann, aber nicht dass sie versuchen würde, irgendeine der Vorgängerversionen nachzuahmen...

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Dass Universal seit einiger Zeit damit beschäftigt ist, seinen Horrorklassikern neues Leben einzuhauchen, dürfte bekannt sein. Am 8. Juni startet die neue "Mumie"...

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Adam Curtis

In Großbritannien schon lange eine Kultfigur: Adam Curtis. Seine TV-Dokumentationen sind philosophisches Essay, politisches Traktat und ästhetizistisches Kunstwerk in einem.

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Game of Thrones dürfte einer der Hauptgründe sein, warum Binge-Watching inzwischen ein im Lebens- lauf zitierfähiges Hobby ist. Wir haben uns ein paar Gedanken zur Serie gemacht.

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Immer neue Abenteuer um den Meisterdetektiv Sherlock werden erdacht, oft mit wahnwitzigem Ergebnis. Wir werfen einen Blick auf die interessantesten.

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Im Verlag des Wiener Filmmuseums ist das erste (englischsprachige) Buch über den Regisseur Joe Dante erschienen, der mit Filmen wie "Das Tier" oder "Gremlins" bekannt geworden ist.

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Der Bertz + Fischer-Verlag hat ein äußerst lesenswertes Buch über Dario Argento veröffentlicht, den Meister des Giallo und italienischen Gothic Horrors.

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Carnival of Souls

Vor 50 Jahren entstand für knapp 30.000 Dollar der einflussreiche Horrorklassiker "Carnival of Souls", in Deutschland auch bekannt als "Tanz der toten Seelen"...

Carnival of Souls/ Tanz der toten Seelen

Philipp Noltensmeier

25 / 1 / 2012


Im Horrorgenre gibt es immer wieder Filme, die mit kleinstem Budget realisiert werden, aber die größte Aufmerksamkeit bekommen, z.B. "Night of the Living Dead", "The Texas Chainsaw Massacre", "The Blair Witch Project" oder "Paranormal Acitivity". Ein recht frühes Beispiel ist auch der vor 50 Jahren für knapp 30.000 Dollar entstandene "Carnival of Souls" von Herk Harvey.

Das von Harvey und dem Autor John Clifford geschriebene Drehbuch war von der berühmten Kurzgeschichte "Ein Vorfall an der Owl-Creek-Brücke" von Ambrose Bierce inspiriert, und erzählte von einer Organistin, die einen Autounfall überlebt, bei dem ihre Freundinnen ertrinken. Sie fährt nach Salt Lake City, wo sie eine neue Stelle angenommen hat, doch begegnet unterwegs immer wieder einem geheimnisvollen Untoten. Immer weiter entrückt sie der realen Welt und macht schließlich eine erschreckende Entdeckung.

Die Hauptrolle wurde mit der New Yorker Strasberg-Studentin Candace Hilligoss besetzt. Obwohl Hilligoss mit "Carnival of Souls" unvergesslich wurde, sah man sie später nur noch in einem weiteren Film, dem Low-Budget-Schocker "Curse of the living Corpse" von Del Tenney, in dem auch der damals noch unbekannte Roy Scheider zu sehen ist, den Hilligoss vom Theater kannte und dem sie die Rolle organisierte.

Gedreht wurde "Carnival of Souls" auf 16mm, in Lawrence, Kansas und Salt Lake City, drei bis vier Wochen lang täglich, manchmal rund um die Uhr. Dass Hauptdarstellerin Hilligoss dadurch immer kaputter und ausgelaugter wirkt, war von vornherein geplant und kam der Glaubwürdigkeit des chronologisch gedrehten Films nur zugute.

Das restliche Team bestand die meiste Zeit aus lediglich fünf Personen. Regisseur Herk Harvey sagte dazu: "Jeder kann einen Film mit 200 Leuten machen, aber versucht das doch mal mit fünf!" Zu diesem Team gehörte u.a. der im August 2011 verstorbene Reza Badiyi, der damals für Herk Harvey als Regie und Kameraassistent arbeitete, und später ein erfolgreicher Regisseur für Serien wie "Mission Impossible", "Deep Space Nine", "Hawaii 5:0" und "Baywatch" wurde. Als Nebendarsteller wurden spontan Verkäuferinnen, Passanten, Taxifahrer oder Beamte angeheuert.

Das berühmte Finale des Films wurde im Saltair-Pavillon gedreht, einst der größte Freiluft-Ballsaal der Welt, Anfang der Sechziger allerdings schon jahrelang nicht mehr benutzt, und in einem recht verwahrlosten Zustand, der die Filmemacher umso mehr begeisterte. Zum ersten Mal kümmerte Herk Harvey sich nun sogar um eine Drehgenehmigung- und bekam sie für 50 Dollar.

Der Regisseur und Produzent hoffte mit "Carnival of Souls" genügend Geld einzuspielen, um weitere, besser finanzierte Filme drehen zu können. Doch der wenig ambitionierte Filmverleih Herts-Lion vereitelte diese Pläne und ließ "Carnival of Souls" ohne vernünftige Werbung und Vermarktung verkommen.

Allerdings wurde der Film nach einigen Autobahnkino-Aufführungen immer wieder im Fernsehen gezeigt, und es bildete sich langsam eine Fangemeinde. "Carnival of Souls" wurde so mit der Zeit zu einem verehrten Kultfilm.

Die sich inzwischen als Autorin betätigende Hilligoss und Reza Badiyi versuchten sich Mitte der Neunziger Jahre an einer Fortsetzung des Filmes, die mit möglichst vielen Beteiligten des Originals an den alten Schauplätzen gedreht werden sollte. Allerdings scheiterte dieses Vorhaben. Stattdessen präsentierte Wes Craven ein misslungenes Remake gleichen Titels, das mit dem Original nur noch wenig zu tun hat und zurecht verrissen und vergessen wurde.

In Deutschland versuchte sich wiederum der Berliner Schule-Regisseur Christian Petzold ("Die innere Sicherheit", "Gespenster") 2007 mit 'Yella' an einer interessanten Neuinterpretation des Stoffes. Zuvor äußerte sich Petzold positiv über George Romeros Klassiker "Night of the Living Dead" (1968), der sich wie auch der über dreißig Jahre später entstandene Romero-Zombiefilm "Land of the Dead" deutlich auf "Carnival of Souls" bezieht. Auch Claude Chabrols "Alice ou la dernière fugue" (1976), Adrian Lynes "Jacob´s Ladder" (1989) und M. Night Shyamalans "The Sixth Sense" (1999) sind von Herk Harveys Klassiker beeinflusst.

"Carnival of Souls" ist trotz seines minimales Budgets und den abenteuerlichen Drehbedingungen alles andere als unfreiwillig komisch oder Trash. So unterschiedliche Geister wie Roger Ebert, David Lynch, Elfriede Jelinek und der katholische film-dienst gehören zu den Verehrern. Der anerkannte Filmkritiker Ekkehard Knörer beschrieb "Carnival of Souls" im Kulturmagazin Perlentaucher als "Klassiker der Midnight-Movies, eine metaphysische Meditation im Gewand einer billigen Genre-Übung, die auch vor grellen Effekten nicht haltmacht." Überzeugen Sie sich selbst:

"Carnival of Souls" (dt.: "Tanz der toten Seelen") USA, 1962, R. Herk Harvey, D. Candace Hilligoss, Frances Feist u.a., 84 min.

LINK ZUM GANZEN FILM

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